Elterngeld nach Bundesland 2026:
Stellen, Online-Antrag & Formulare
Die Elterngeld-Regeln gelten bundesweit. Der Antrag läuft aber über euer Bundesland — deshalb unterscheiden sich Online-Portal, Formular, zuständige Stelle und Bearbeitungszeit. Maßgeblich ist euer Wohnort, nicht euer Arbeitsort.
Direkt per PLZ oder Wohnort: zuständige Elterngeldstelle suchen
Erst rechnen, dann beantragen
Bevor ihr den Antrag stellt: Vergleicht eure Bezugsmonat-Varianten, damit ihr wisst, was ihr im Antrag eintragen wollt. Wer erst berechnet und dann beantragt, kann nachträgliche Änderungen besser vermeiden.
Jetzt Elterngeld berechnenDetail-Seiten je Bundesland
Elterngeld in Bayern
Elterngeld in Nordrhein-Westfalen
Elterngeld in Baden-Württemberg
Elterngeld in Berlin
Elterngeld in Hessen
Elterngeld in Hamburg
Elterngeld in Sachsen
Elterngeld in Niedersachsen
Elterngeld in Brandenburg
Elterngeld in Bremen
Elterngeld in Mecklenburg-Vorpommern
Elterngeld in Rheinland-Pfalz
Elterngeld im Saarland
Elterngeld in Sachsen-Anhalt
Elterngeld in Schleswig-Holstein
Elterngeld in Thüringen
Übersicht: alle 16 Bundesländer
Schnellvergleich der zuständigen Stellen und Online-Portale. Bearbeitungszeiten sind Richtwerte — die tatsächliche Dauer hängt von Auslastung, Vollständigkeit der Unterlagen und Eingangsdatum ab.
| Bundesland | Zuständige Stelle | |
|---|---|---|
| Bayern | ZBFS | Details |
| NRW | Kommunale Stelle | Details |
| BaWü | L-Bank | Details |
| Berlin | Bezirksjugendamt | Details |
| Hessen | HAVS | Details |
| Hamburg | BASFI | Details |
| Sachsen | Kommunale Stelle | Details |
| Niedersachsen | Kommunale Stelle | Details |
| Brandenburg | LASV | Details |
| Bremen | Senatorin für Kinder und Bildung | Details |
| MV | LAGuS | Details |
| RLP | Kommunale Stelle | Details |
| Saarland | LAS | Details |
| Sachsen-Anhalt | Landesverwaltungsamt | Details |
| Schleswig-Holstein | LASG | Details |
| Thüringen | Landesverwaltungsamt | Details |
So nutzt ihr die Bundesland-Seiten
Elterngeld beantragen läuft in vier Schritten — unabhängig vom Bundesland.
Berechnet vor dem Antrag euren genauen Betrag und vergleicht Varianten (Basiselterngeld, ElterngeldPlus, Partnerschaftsbonus). Im Antrag müsst ihr konkrete Monate und Beträge eintragen — Nachträgliches Ändern ist nur eingeschränkt möglich.
Zum PlannerLohnbescheinigungen der letzten 12 Monate vor Mutterschutzbeginn, Arbeitgeberbescheinigung, Mutterschaftsgeld-Bescheinigung bereitstellen. Nach der Geburt kommt die Geburtsurkunde dazu. Die vollständige Checkliste steht weiter unten.
Klickt auf euer Bundesland in der Übersicht oben. Ihr findet dort den direkten Link zum Online-Portal oder das Papierformular eurer zuständigen Stelle — egal ob ZBFS, L-Bank, Kreisverwaltung oder Bezirksamt.
Online-Antrag (empfohlen) oder per Papier. Bei Online-Anträgen werden Belege direkt hochgeladen. Wichtig: Elterngeld wird nur bis zu 3 Monate rückwirkend gewährt — nicht zu lange warten.
Was unterscheidet sich je Bundesland?
Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) regelt das Elterngeld bundeseinheitlich — Anspruch, Höhe und Bezugsdauer sind überall gleich. Die Bearbeitung der Anträge liegt bei den Ländern und unterscheidet sich in drei Punkten erheblich:
1. Zuständigkeitsmodell: Deutschland kennt drei Varianten. Das Zentralmodell (Bayern mit dem ZBFS, Baden-Württemberg mit der L-Bank, Thüringen und Sachsen-Anhalt mit ihren Landesverwaltungsämtern) hat eine einzige Stelle für das ganze Bundesland — keine Suche, keine Zuständigkeitsfrage. Das Regionalmodell (Hessen mit 6 HAVS-Ämtern, Brandenburg mit dem LASV) arbeitet mit Landesbehörden an mehreren Standorten. Das kommunale Modell (NRW, Niedersachsen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein bis 2025) macht die Kreis- oder Stadtverwaltung am Wohnort zuständig — mit teils erheblichen Qualitätsunterschieden zwischen den Kommunen.
2. Online-Antrag: Sechs Bundesländer betreiben eigene Portale — am ausgereiftesten Bayern (elterngeld.bayern.de mit eID) und Hessen (elterngeld.hessen.de mit eID). Zehn Bundesländer nutzen das bundesweite ElterngeldDigital-Portal. Überall ist ein vollständig digitaler Antragsweg möglich — Unterschiede bestehen beim Komfort, der eID-Integration und ob Papierbelege noch eingereicht werden müssen.
3. Bearbeitungszeit: Stadtstaaten (Hamburg, Bremen: 4–8 Wochen) und zentralisierte Länder (Bayern, Saarland: 4–8 Wochen) sind schneller als kommunal organisierte Flächenländer. Berlin ist mit 8–14 Wochen das Schlusslicht — die bezirkliche Aufteilung auf 12 Jugendämter und das hohe Antragsvolumen machen sich bemerkbar.
Fünf Bundesländer im Kurzprofil
Die regionalen Unterschiede in der Praxis — an den bevölkerungsreichsten und typischsten Bundesländern.
- •Zuständig: Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) — eine einzige Stelle für ganz Bayern
- •Eigenes Portal: elterngeld.bayern.de mit eID-Authentifizierung
- •Bearbeitungszeit: 4–8 Wochen — eines der schnellsten Bundesländer
- •Besonderheit: Vollständig digitaler Antragsweg; Papier möglich, aber kaum nötig
- •Zuständig: Jugend-/Sozialamt des Wohnkreises (53 Kreise und kreisfreie Städte)
- •Online: ElterngeldDigital (bundesweites Portal)
- •Bearbeitungszeit: 6–10 Wochen — je nach Kreis variabel
- •Besonderheit: Bearbeitungsqualität und -dauer schwanken je nach Kommune erheblich
- •Zuständig: Jugendamt des Wohnbezirks (12 Berliner Bezirke)
- •Online: ElterngeldDigital (bundesweites Portal)
- •Bearbeitungszeit: 8–14 Wochen — längste Wartezeit deutschlandweit
- •Besonderheit: Hohe Antragslast; frühzeitige Einreichung ist besonders wichtig
- •Zuständig: Sozialamt/Jugendamt der Kommunen (Landkreise und kreisfreie Städte)
- •Online: ElterngeldDigital
- •Bearbeitungszeit: 6–10 Wochen
- •Besonderheit: Über 50 zuständige Stellen — Wohnort-PLZ bei ElterngeldDigital eingeben
- •Hamburg: Landesbetrieb Erziehung und Beratung (LEB) — zentralisiert für die ganze Stadt
- •Bremen: Amt für Soziale Dienste — ebenfalls zentral organisiert
- •Bearbeitungszeit: je 4–8 Wochen — stadtstaatlicher Vorteil durch geringe Größe
- •Beide: Online-Antrag über ElterngeldDigital
Fristen: Wann muss der Antrag gestellt werden?
Die wichtigste Frist kennen viele nicht: Elterngeld wird maximal 3 Monate rückwirkend gewährt (§ 7 Abs. 1 BEEG). Wer zu spät beantragt, verliert bares Geld — jeder Monat Verzögerung kostet einen Bezugsmonat.
Konkretes Beispiel: Kind geboren am 15. März. Antrag wird erst im Juli gestellt — dann entfällt das Elterngeld für den 1. Lebensmonat (März–April) ersatzlos. Die 3-Monats-Frist zählt rückwärts vom Monat, für den Elterngeld erstmals beantragt wird.
Empfehlung: Bereitet den Antrag bereits in der Schwangerschaft vor — Formulare ausfüllen, Lohnbescheinigungen der letzten 12 Monate anfordern, Arbeitgeberbescheinigung besorgen. Nach der Geburt fehlt nur noch die Geburtsurkunde. Die meisten Standesämter stellen sie innerhalb weniger Tage aus. Reicht den Antrag dann im 1. oder spätestens 2. Lebensmonat ein.
Wichtig: Elternzeit-Anmeldung und Elterngeldantrag sind zwei getrennte Vorgänge. Die Elternzeit muss spätestens 7 Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber angemeldet sein (§ 16 BEEG). Der Elterngeldantrag geht an die Elterngeldstelle des Bundeslandes — nicht an den Arbeitgeber.
Checkliste: Welche Unterlagen braucht ihr?
Diese Unterlagen sind bundeslandübergreifend erforderlich. Bundesland-spezifische Besonderheiten findet ihr auf den Detailseiten.
Häufige Fragen zum Elterngeld nach Bundesland
Elterngeld berechnen, bevor ihr den Antrag ausfüllt
Bevor ihr den Antrag bei eurer Elterngeldstelle stellt — vergleicht eure Szenarien.
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