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Zahlen & Fakten 2026

Elterngeld 2026: Höchstsatz, Mindestbetrag & Einkommensgrenzen

Alle aktuellen Elterngeld-Zahlen für 2026 — von Höchstsatz und Mindestbetrag über Einkommensgrenzen bis zu ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus.

Mindestbetrag
300 €
/ Monat Basis
Höchstsatz
1.800 €
/ Monat Basis
Einkommensgrenze
200.000 €
gemeinsam / Jahr
Ersatzrate
65 %
des BEEG-Nettos

Basiselterngeld vs. ElterngeldPlus 2026

Ihr könnt zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus wählen — oder kombinieren. Der wesentliche Unterschied: ElterngeldPlus zahlt halb so viel, aber doppelt so lange.

MerkmalBasiselterngeldElterngeldPlus
Mindestbetrag300 €/Monat150 €/Monat
Höchstsatz1.800 €/Monat900 €/Monat
Ersatzrate65 % (ggf. 67 %)50 % des Basisbetrags
Bezugsdauer (1 Elternteil)bis 12 Monatebis 24 Monate
Bezugsdauer (beide)bis 14 Monatebis 28 Monate (+ Bonus)
Teilzeit möglichJa (mit Anrechnung)Ja — ideal bei Teilzeit
PartnerschaftsbonusNicht kombinierbar+ 4 Monate je Elternteil

1 Basismonat kann in 2 Plus-Monate umgewandelt werden. Umgekehrt sind 2 Plus-Monate = 1 Basismonat.

Höchstsatz Elterngeld 2026: Wann bekommt man 1.800 €?

Der Höchstsatz von 1.800 € pro Monat (Basiselterngeld) wird erreicht, wenn das durchschnittliche BEEG-Netto im Bemessungszeitraum mindestens 2.769 €/Monat betrug. Das entspricht einem Bruttolohn von etwa 4.200–5.000 € je nach Steuerklasse.

Ab einem Nettoeinkommen von 2.769 € wirkt die Kappung: Mehr Netto führt nicht zu mehr Elterngeld. Grundlage ist das sogenannte BEEG-Netto (nicht das tatsächliche Auszahlungs-Netto), das nach dem Programmablaufplan 2025 berechnet wird.

Monatliches BEEG-NettoBasiselterngeld (65 %)ElterngeldPlus (max.)
1.000 €650 €325 €
1.500 €975 €488 €
2.000 €1.300 €650 €
2.500 €1.625 €813 €
≥ 2.769 €1.800 € (Kappung)900 € (Kappung)

BEEG-Netto ≠ tatsächliches Netto. Steuerklasse III führt zu höherem BEEG-Netto als Klasse IV/V — und damit zu mehr Elterngeld.

Mindestbetrag Elterngeld 2026: Wer bekommt 300 €?

Den Mindestbetrag von 300 € pro Monat erhalten alle Eltern, die Anspruch auf Elterngeld haben — unabhängig davon, ob sie vorher erwerbstätig waren. Das gilt auch für:

  • Eltern ohne vorheriges Erwerbseinkommen (z.B. Studierende, Hausfrauen/-männer)
  • Eltern mit sehr niedrigem Einkommen (Mindestlohn, Minijob)
  • Eltern, die im Bemessungszeitraum in Elternzeit für ein älteres Kind waren

Beim ElterngeldPlus beträgt der Mindestbetrag 150 €/Monat. Wichtig: Den Mindestbetrag gibt es pro Elternteil — wenn beide Elternteile Elterngeld beziehen, erhalten beide mindestens 300 € bzw. 150 € ElterngeldPlus.

Einkommensgrenzen & Berechnung 2026

Elterngeld steht nur Eltern zu, deren zu versteuerndes Einkommen folgende Grenzen nicht überschreitet:

  • Gemeinsam veranlagte Paare: 200.000 € pro Jahr
  • Alleinverdienende / Alleinerziehende: 150.000 € pro Jahr

Das Elterngeld selbst berechnet sich auf Basis des BEEG-Nettos — nicht des tatsächlichen Nettogehalts:

  1. 1
    Bemessungszeitraum ermitteln: Die letzten 12 Monate vor dem Mutterschutz-Beginn (Kalendermonatsbasis). Monate mit Krankengeld, ALG I oder früherem Elterngeld werden herausgerechnet.
  2. 2
    BEEG-Netto berechnen: Vom Bruttolohn werden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge nach dem Programmablaufplan (PAP) des Vorjahres abgezogen — pauschal, ohne Sonderausgaben oder Freibeträge.
  3. 3
    Ersatzrate anwenden: 65 % des durchschnittlichen monatlichen BEEG-Nettos. Bei Netto unter 1.000 €: bis zu 67 %, bei Netto über 1.200 €: immer 65 %.
  4. 4
    Min/Max-Kappung: Das Ergebnis wird auf 300 €–1.800 € (Basiselterngeld) bzw. 150 €–900 € (ElterngeldPlus) begrenzt.

⚠ Brutto ist nicht gleich Elterngeld-Netto

Das BEEG-Netto wird nach einem amtlichen Rechenverfahren (Programmablaufplan) berechnet — ohne Sonderausgaben, Freibeträge oder Kirchensteuer-Kappung. Euer tatsächliches monatliches Auszahlungs-Netto kann deshalb vom BEEG-Netto abweichen. Steuerklasse beeinflusst das Ergebnis erheblich: Klasse III führt zu höherem BEEG-Netto als Klasse IV oder V.

Konkrete Rechenbeispiele 2026

Beispiel 1 — mittleres Einkommen, Steuerklasse III

Mutter, 3.500 € Brutto/Monat, SKl. III → BEEG-Netto ≈ 2.420 € → 65 % = 1.573 € Basiselterngeld (oder max. 787 € ElterngeldPlus)

Beispiel 2 — höheres Einkommen, Höchstsatz

Mutter, 4.500 € Brutto/Monat, SKl. III → BEEG-Netto ≈ 2.980 € → Kappung greift → 1.800 € Basiselterngeld (Höchstsatz)

Beispiel 3 — niedriges Einkommen, Mindestbetrag

Vater, 1.200 € Brutto/Monat → BEEG-Netto ≈ 920 € → 67 % (erhöhte Ersatzrate) = 616 € → 300 € Mindestbetrag greift nicht (616 € > 300 €)

Partnerschaftsbonus 2026

Der Partnerschaftsbonus gewährt beiden Elternteilen je 4 zusätzliche ElterngeldPlus-Monate, wenn folgende Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sind:

  • Beide Elternteile arbeiten gleichzeitig 25–32 Stunden / Woche in Teilzeit
  • Der Bonus-Zeitraum liegt zwischen dem 4. und 14. Lebensmonat des Kindes
  • Beide haben zuvor ElterngeldPlus-Monate genommen

Achtung: Rückzahlungspflicht

Wird die Stundenzahl (25–32 h) im Bonus-Zeitraum auch nur in einem Monat unterschritten oder überschritten, entfällt der Bonus für diesen Monat — und bereits ausgezahlte Beträge müssen zurückgezahlt werden. Sorgfältige Planung ist wichtig.

Mutterschaftsgeld & Anrechnung auf Elterngeld 2026

GKV-versicherte Mütter erhalten während der gesetzlichen Mutterschutzfristen (6 Wochen vor, 8 Wochen nach der Geburt) Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse — bis zu 13 €/Kalendertag. Den Rest zum Nettogehalt zahlt der Arbeitgeber als Zuschuss.

Wichtig: Mutterschaftsgeld und AG-Zuschuss werden auf das Elterngeld in denselben Lebensmonaten des Kindes angerechnet. Da Mutterschaftsgeld + Zuschuss häufig das volle Nettogehalt erreichen, wird das Elterngeld in den Mutterschutzwochen auf 0 € reduziert oder entfällt ganz.

In der Praxis beginnt der tatsächliche Elterngeld-Bezug daher oft erst nach den 8 Wochen nach der Geburt. Der Planer berücksichtigt das automatisch.

Euer persönliches Elterngeld berechnen

Brutto eingeben — der Planer berechnet euer BEEG-Netto, vergleicht 5 Szenarien und zeigt die optimale Aufteilung für euer Haushaltseinkommen.

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Häufige Fragen zum Elterngeld 2026

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